Eben bei Blohm & Voss
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Warum die Primarschule unterstützen?
… beschreibt der Blogger und Vater LueBue in seinem Blog:
die sechsjährige Primarschule in a nutshell hält er für einen sinnvollen ersten Schritt hin zum längeren gemeinsamen Lernen, bei dem alle Kinder und Jugendliche individuell gefördert werden.
Freitag zur Primarschule: „Wenn Hamburg Schule macht: Der Senat krempelt die Bildung um“
polemisch, aber schön zu lesen:
Generationen wohlhabender Familien schienen jedoch bisher auf die feinen Gymnasien im Hamburger Westen abonniert. Die Vision ihres Sprößling auf einer Stadtteilschule mit „normalen“ Schülern hatte diese Eltern offensichtlich dazu bewogen, vom sonst so verpönten „Recht auf freie Meinungsäußerung“ Gebrauch zu machen…
Eine Reform, die niemandem Angst machen sollte …
Als Vater von vier Kindern, die die unterschiedlichsten Schul- und Bildungsformen in dieser Stadt besuchen, stört mich am meisten, wie faktenbefreit und angstbesetzt da teilweise argumentiert wird. Dabei ist die Vision, dass Kinder länger gemeinsam lernen – und darum geht es im Kern – eine, die niemandem Angst machen sollte. Den Schwächeren hilft das, den Stärkeren auch, für die Mittleren ändert sich wenig.
Hamburger Schulreform: Schulleiter unterstützen Konzept der Primarschule
… wie mir gerade von unserer Schulleitung per E-Mail übermittelt wurde, unterzeichnen gerade viele Schulleiter Hamburger Schulen diesen offenen Brief:
Offener Brief
Betreff: Ausdrückliche Unterstützung der Bildung von Primarschulen durch Hamburger Schulleitungen
In der öffentlichen Auseinandersetzung erhalten seit Beginn der Strukturreform und der Umsetzung des Primarschulkonzeptes die Kritiker dieser Reform ein großes Forum. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Beteiligten in den RSK und die Schulen vor Ort die lautstark geäußerte Kritik in der Presse und anderswo teilen.Wir wollen demgegenüber ein Zeichen setzen und unser grundsätzliches Einverständnis mit dieser Reform und der Einführung der Primarschule öffentlich kundtun. Das heißt für uns: Auch wenn unsere jetzigen Grundschulen in der Mehrheit im Schuljahr 2010/2011 noch keine 5. Klassen einrichten werden, werden wir weiterhin mit aller Kraft für diesen Reformprozess arbeiten und alles Notwendige zum Gelingen beitragen. Das schließt eine wohlwollende kritische Begleitung der Reform mit ein.
Den von der Senatorin Goetsch initiierten und vom Senat eingeschlagenen Weg, Primarschulen einzurichten, halten wir für lange überfällig und unterstützen ihn ausdrücklich.
Der Zug nach Westen
Christa Goetsch ist zurückgewichen. Und das nicht nur im zeitlichen Sinne.
Das empfinde ich als politisches Panikmanöver, die Schulreform zur Primarschule offiziell einzuführen, die Umsetzung im ersten Jahr aber „freiwillig“ zu stellen. Ein politischer Zug, unter Druck ausgeführt, und frech gegenüber den Eltern und Schulen, ihnen nun den schwarzen Peter zuzuschanzen.
Dabei ist es erstaunlich, wie die bürgerlichen Kreise, vornehmlich im Westen Hamburgs, unterstützt vom Hamburger Abendblatt und Co., so schnell politischen Druck ausüben können. Das Zitat unten kam mir in diesem Sinne passend vor.
„Westviertel sind immer gleich, vom Genfer See bis nach Finnland, die Grundstücke sind gross, ein See ist in der Nähe, und der Schulweg der Kinder führt nur durch das Viertel und vielleicht noch einen Park. Man kommt erst gar nicht mit Blockbewohnern in Berührung. Das gibt es dort nicht. Man bleibt unter sich. Jeder geht auf das Gymnasium.“
… man diskutiere.
Primarschule Feldversuch
Das Hamburger Abendblatt berichtet heute über den Schulversuch an einer Hamburger Grundschule, wo die Kinder bereits seit mehreren Jahren sechs Jahre zusammen lernen.
Die wichtigsten Zitate:
„Entscheidend für den Erfolg der sechsjährigen Grundschule ist, dass es nicht nur eine Verlängerung der Grundschulzeit ist, sondern dass inhaltlich anders gearbeitet wird“, sagt der engagierte Pädagoge (Klenner), der seit 2007 die Schule in dem sozialen Problemstadtteil leitet.
Ähnliche Erfahrungen hat auch Ulrike Barthe-Rasch (45), Schulleiterin der Schule Bei der Katharinenkirche, die bis Ende vergangenen Schuljahrs ebenfalls an dem Schulversuch teilgenommen hat. „Der Stolperstein ist die zweite Fremdsprache in der 6. Klasse.“ Da seien die einen leicht überfordert und die anderen unterfordert. Ihr Fazit, das sie und ihr Kollegium auch der Bildungssenatorin in einem Brief mitgeteilt hat: im Prinzip erfolgreich, „aber ohne zusätzliche Lehrerstunden geht es nicht“.
Ihr Kollege Klenner macht es noch ein bisschen deutlicher: „Es muss eine ausreichende Ausstattung an Lehrerstunden da sein, sonst können wir nicht garantieren, dass die Stärkern entsprechend gefördert werden.“
Informationen zur Hamburger Schulreform
alle wichtigen und offiziellen Informationen zur Hamburger Schulreform sind zu finden unter
http://www.hamburg.de/schulreform
